Neue Zugkraft im Land

Die Bahnreform und ihre Folgen

Zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung befanden sich beide deutschen Staatsbahnen in einer wirtschaftlich problematischen Situation. Weder Reichs- noch Bundesbahn hatten der Konkurrenz von Straßen- und Flugverkehr Wesentliches entgegenzusetzen. Im Sinne eines zukunftsfähigen Eisenbahnverkehrs wurde daher ein Konzept zur Bahnreform erarbeitet.

Ein wesentlicher Pfeiler dieser Reform ist das Regionalisierungsgesetz. In ihm wurde der Wechsel der Zuständigkeit für den SPNV vom Bund auf die Länder übertragen. Mit Inkrafttreten dieses Gesetzes 1996 wurde auch die finanzielle Verantwortung für den SNPV in die Hände der Landesregierungen gelegt. Zum Ausgleich stehen den Ländern Regionalisierungsmittel vom Bund zu, die aus dem Mineralölsteueraufkommen stammen.

Zur Bewältigung dieser neuen Aufgaben gründete die Regierung Mecklenburg-Vorpommern 1995 eine eigene Gesellschaft, die VMV. Die VMV ist somit kein Verkehrsunternehmen, das selbst Leistungen erbringt.