In Mecklenburg-Vorpommern werden Verkehrsverträge einzelfallbezogen sowohl als Netto- als auch als Bruttoverträge abgeschlossen. In Nettoverträgen liegt das Erlösrisko grundsätzlich beim Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), in Bruttoverträgen grundsätzlich beim Land. Die grundsätzliche Ausprägung des jeweiligen Verkehrsvertrages wird durch spezifische Anreiz- und Risikobegrenzungsregelungen an die konkreten Bedingungen des jeweiligen Verkehrsvertrages angepasst.

Verkehrsverträge werden grundsätzlich im Wettbewerb vergeben. Rechtsgrundlage hierfür ist die zum 03.12.2009 in Kraft getretene Verordnung VO (EG) Nr. 1370/2007. Überbrückungs- bzw. Notmaßnahmen kommen als Sofortmaßnahmen in Betracht, um Verkehrsunterbrechungen bei Auslaufen einzelner Verkehrsverträge zu vermeiden.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2016 insgesamt zehn Verkehrsverträge leistungswirksam, die mit fünf verschiedenen EVU geschlossen wurden:

 

Die auf die einzelnen EVU entfallenden Leistungsanteile stellen sich für das Jahr 2016 wie folgt dar:

                     

 

Mit der Verordnung VO (EG) Nr. 1370/2007 wird regulierter Wettbewerb zum Leitbild für öffentliche Personenverkehrsdienstleistungen auf Straße und Schiene erklärt. Der Grundsatz der Vergabe im Wettbewerb gilt damit auch für den Abschluss neuer Verkehrsverträge. Für die Wettbewerbsplanung in Mecklenburg-Vorpommern steht das Vergabekonzept zur Verfügung (Umsetzungsstand 2014).

 

Die im Vergabekonzept definierte Grundstruktur der Aufteilung des SPNV-Angebotes in Mecklenburg-Vorpommern in einzelne Teilnetze bleibt auch künftig erhalten. Zur Vergabe anstehend sind derzeit (Stand August 2016):

 

  • Teilnetz USEDOM: flächenerschließender SPNV auf der Insel Usedom einschließlich einer geeigneten Festlandsanbindung,

 

Eine Aufstellung der Verkehrsverträge der vergangenen Jahre auf die einzelnen EVU entnehmen Sie bitte der Vertragshistorie.