
Konkurrenz belebt das Geschäft
Mehr Wettbewerb durch Vergabekonzept
Die Vergabe von SPNV-Leistungen in Mecklenburg-Vorpommern - also die Beauftragung von Eisenbahnverkehrsunternehmen durch das Land - soll mit Hilfe eines Konzeptes schrittweise in einen Vergabewettbewerb münden. Dabei werden die Zugkilometer nicht an ein einziges Unternehmen vergeben, sondern teilnetzweise ausgeschrieben. „So soll auch neuen Bewerbern der Markteintritt ermöglicht werden. Die Konkurrenzsituation fordert von den Anbietern verbesserte Leistungen und eine erhöhte Wirtschaftlichkeit", erklärt Geschäftsführer Detlef Lindemann. „Infolge des verstärkten Wettbewerbs kann das Land als Auftraggeber seine Kosten reduzieren. Die eingesparten Mittel werden dann in die Ausweitung des Leistungsvolumens investiert.“
Wichtige Voraussetzung dieses Vergabekonzeptes ist eine Aufteilung des Liniennetzes in die fünf Teilnetze:
- Das im Norden liegende Teilnetz “Ostseeküste” von Hamburg bis
Rügen, - "Warnow" im Bereich des Oberzentrums Rostock/Westmecklenburg,
- “Ost-West” flächenerschließend entlang der Achse Lübeck-Stettin,
- “Nord-Süd” zur Verknüpfung mit Berlin/Brandenburg,
- und “Vorpommern” flächenerschließend mit der Insel Usedom.
Die Vergabe dieser Netze mit einer Vertragslaufzeit von jeweils 12 Jahren erfolgt sukzessive bis zum Jahr 2015. Danach werden sich die Vergabeprozesse turnusmäßig wiederholen.
„Mit der Wettbewerbsvergabe des Teilnetzes „Ostseeküste“ haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht“, erläutert Geschäftsführer Detlef Lindemann. „Den Zuschlag erhielt die DB Regio, die zwischen Hamburg und Rügen mit dem Einsatz modernster Doppelstockwagen und Flirt-Triebzügen den Passagieren erhöhten Komfort bietet. Und das Land konnte die Bestellerentgelte um fast 5 Millionen Euro pro Jahr in der Laufzeit reduzieren.“

