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DB Regio Nordost präsentiert bei Stadler das erste Mal das Neufahrzeug KISS für den Verkehrsvertrag Nord-Süd2

Pressemitteilung der DB Regio Nordost, Bildquelle: DB Regio AG
Neufahrzeuge kommen verspätet, Ersatzkonzept sichert Angebotsverbesserung ab

Berlin, 09. Juli 2026  DB Regio hat im Stadler-Inbetriebnahmezentrum in Hennigsdorf erstmals die neuen Doppelstock-Regionalzüge vom Typ KISS für das Netz Nord-Süd 2 präsentiert. Der neue Verkehrsvertrag, der ab dem 12. Dezember 2026 greift, sorgt für ein spürbares Plus an Komfort und Kapazität für die Reisenden im Nordosten Deutschlands.

Im Dezember 2026 geht DB Regio Nordost mit dem Netz Nord-Süd 2 an den Start

Mit dem Start des Netzes Nord-Süd 2 im Dezember 2026 wird das Regionalverkehrsangebot auf den Linien RE3, RE4 und RE5 spürbar ausgebaut. Fahrgäste in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt können sich auf häufigere Verbindungen, moderne Züge und ein insgesamt attraktiveres Angebot freuen.

Die RE3 (Stralsund – Berlin – Lutherstadt Wittenberg), die RE4 (Stendal – Rathenow – Berlin – Falkenberg [Elster]) und die RE5 (Rostock bzw. Stralsund – Berlin – Ludwigsfelde) fahren ab Dezember 2026 stündlich.

Ein besonderes Highlight ist die Regional-Express-Linie RE3, die künftig stündlich ohne Umstieg zwischen Stralsund, Angermünde, Berlin, Luckenwalde und Lutherstadt Wittenberg verkehrt.

Modernisierte Fahrzeuge für ein spürbar besseres Reiseerlebnis

Mit dem Netz Nord-Süd 2 werden die Fahrgäste künftig auch an den Fahrzeugen sehen, dass sich das Angebot weiterentwickelt: Auf den Linien RE4 und RE5 setzt DB Regio redesignte Doppelstockwagen ein. Sie bieten mehr Komfort für die Reise und eine moderne Fahrgastinformation.

Für die Linie RE3 hat DB Regio zudem zwölf neue doppelstöckige Triebfahrzeuge des Typs KISS bei Stadler bestellt. Sie stehen für den nächsten Entwicklungsschritt im Regionalverkehr auf der Nord-Süd-Achse und werden künftig auf der Strecke der RE3 eingesetzt.

Mit fünf Wagen und 575 Sitzplätzen schafft der KISS mehr Kapazität gegenüber dem bisherigen Angebot. Gerade auf nachfragestarken Verbindungen bieten die neuen Fahrzeuge damit mehr Platz für Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende mit Gepäck.

Auch bei der Ausstattung setzen die neuen Fahrzeuge Akzente für eine moderne und komfortable Reise: Mobilfunkdurchlässige Scheiben verbessern die Verbindung unterwegs, Steckdosen an jedem Sitzplatz und Flächen zum induktiven Laden sorgen für zusätzliche Flexibilität. Große Monitore zur Fahrgastinformation erleichtern die Orientierung.

Verbesserte Barrierefreiheit

Die neuen Stadler-KISS-Fahrzeuge bieten durch unterschiedliche Einstiegshöhen beim Servicewagen einen barrierefreien Ein- und Ausstieg für Rollstuhlnutzende, Reisende mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Die mit „A“ und „B“ gekennzeichneten Einstiege sorgen für bessere Voraussetzungen für einen nahezu stufenfreien Einstieg an verschiedenen Bahnsteighöhen im Netz. In Kombination mit den barrierefreien Mehrzweckbereichen und Rollstuhlplätzen erleichtert dies vielen Fahrgästen die selbstbestimmte Nutzung des Nahverkehrs.

Die Züge verfügen außerdem über:

2 Rollstuhlplätze
84 Fahrradstellplätze
3 Kinderwagenplätze
4 WC

Verzögerungen bei Lieferung

Um die erweiterten Verkehrsleistungen verlässlich anbieten zu können, hat DB Regio ein Ersatzkonzept auf Basis von Bestandsfahrzeugen entwickelt. Auf den Nord-Süd-Relationen kommen fünfteilige Doppelstockzüge mit elektrischen Loks zum Einsatz. Da so Bestandsfahrzeuge vorübergehend für die Linien RE3, RE4 und RE5 eingesetzt werden, fahren auf den Linien RB24 und RB32 übergangsweise Talent-2-Züge (ET 442) mit überwiegend 420 Sitzplätzen pro Fahrt. Dieses Ersatzkonzept sichert den Start des Netzes inklusive der Angebotsausweitungen im Dezember 2026.

Es kommen im Netz Nord-Süd also auch künftig ausschließlich klimafreundliche, elektrisch angetriebene Züge zum Einsatz – E-Mobilität lebt im Bahnverkehr.

Alle weiteren wichtigen Informationen finden Sie jederzeit auf der Webseite der Bahn unter: bahn.de/nord-sued, sowie im Faktenblatt der DB.

Robert Crumbach, Verkehrsminister von Brandenburg: „Ab Dezember 2026 fährt der RE3 stündlich und durchgehend von Stralsund über Prenzlau, Angermünde, Eberswalde und Berlin bis Lutherstadt Wittenberg und Jüterbog. Eine Verbesserung für viele Reisende. Durch die klare Strukturierung des RE3 entsteht erstmals ein stabiler Nord‑Süd‑Stundentakt, von dem viele Regionen profitieren. Auf dem Abschnitt Schwedt – Angermünde übernimmt die RB61, in Angermünde besteht ein gesicherter Anschluss an den RE3 nach Berlin. Für die Linie RE3 sind darüber hinaus die neuen Triebfahrzeuge bereits bestellt, so dass wir hier in naher Zukunft gemeinsam mit der DB Regio und Stadler einen weiteren, entscheidenden Entwicklungsschritt hin zu mehr Komfort und mehr Kapazität machen werden. Auch auf den Express-Linien RE4 und RE5 wird das stündliche Angebot beibehalten und in die Regionen hinein nach Stendal und Jüterbog ausgedehnt.“

Ute Bonde, Verkehrssenatorin von Berlin: „Zwischen Berlin und Ludwigsfelde fahren künftig drei statt zwei Züge pro Stunde, der RE4 nach Stendal bekommt einen durchgehenden Stundentakt – das ist gerade für Pendlerinnen und Pendler ein spürbarer Fortschritt. Auf dem RE3 sichern wir den Betrieb mit einem Ersatzkonzept, bis die Lieferverzögerungen bei den Neufahrzeugen behoben sind. Wir bauen das Angebot im Nord-Süd-Netz gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt konsequent weiter aus und wir haben mit DB Regio einen Partner, der den besten Mix aus Preis und Qualität geboten hat.“

Ines Jesse, Staatssekretärin Mecklenburg-Vorpommern: „Mit dem Netz Nord-Süd 2 rücken Mecklenburg-Vorpommern und die Metropolregion Berlin-Brandenburg noch enger zusammen. Die bereits mit unserer Mobilitätsoffensive MV neu etablierten Stundentakte sind ein großer Gewinn für die Menschen, die Wirtschaft und den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Neue und von Grund auf modernisierte Fahrzeuge machen das Angebot zusätzlich attraktiv: Moderne Fahrzeuge für eine moderne Mobilität.“

Sven Haller, Staatssekretär Sachsen-Anhalt: „Der diesjährige Fahrplanwechsel bringt für viele Menschen in Sachsen-Anhalt einen echten Fortschritt. Ab Dezember kommen Fahrgäste aus Stendal, Lutherstadt Wittenberg sowie Linda und Holzdorf stündlich und umsteigefrei nach Berlin. Damit verdoppelt sich für viele das Angebot in die Bundeshauptstadt.“

Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost: „Wir freuen uns sehr auf das neue Netz. Die stündlichen Verbindungen auf den Linien RE3, RE4 und RE5 bedeuten für unsere Fahrgäste eine spürbare Angebotsverbesserung und mehr Flexibilität im Alltag. Angesichts der hohen Nachfrage vor allem durch das Deutschlandticket ist der Ausbau des Verkehrsangebots genau die richtige Entscheidung für die Menschen im Nordosten. Zudem freuen wir uns auf die neuen Fahrzeuge, die den Reisekomfort weiter erhöhen werden.“

Josef Köcher, CEO Stadler Deutschland: „KISS ist ein Zug, der Maßstäbe setzt – modern, leistungsfähig und komfortabel, genau das, was Fahrgäste heute erwarten. Ich bin stolz auf das, was unser Team hier in Berlin auf die Beine gestellt hat, und möchte mich ausdrücklich bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, die mit enormem Einsatz an diesem Projekt arbeiten. Was mich besonders freut: Schon bald werden Berlinerinnen und Berliner mit genau diesen Fahrzeugen in den Urlaub ans Meer fahren. Das macht uns alle schon jetzt ein bisschen stolz.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: „Mit dem Start des neuen Netzes Nord-Süd 2 im Dezember 2026 profitieren Fahrgäste von einem deutlich erweiterten Angebot mit über zwei Millionen Zugkilometer mehr als bisher. Gemeinsam mit VMV (Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) und der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA GmbH) realisieren wir mit DB Regio Nordost häufigere und vor allem dichtere Takte, Linienverlängerungen und eine neue Vernetzung von Regional-Express-Linien. Kein Netz im VBB-Land verbindet mehr Bundesländer (4) und Verbünde (3) als dieses. Der VBB begrüßt, dass trotz Lieferverzögerungen bei den Neufahrzeugen von Stadler die Leistungen dank eines soliden Ersatzkonzeptes ansonsten vollumfänglich umgesetzt werden.“

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Einladung zur Pressefahrt

Einladung zum Start der neuen Sommerlinie Greifswald-Lubmin Sehr geehrte Damen und Herren, im Auftrag des Landes hat die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH bei der Eisenbahn-Bau und